Hubert Breuer (li.) und Herbert Wilden haben den Grillplatz wieder zu einem einladenden „Wohnzimmer“ gemacht. Foto: Anneliese Lauscher

Freischneider statt Feierabend

Flurhecken und Aussichtpunkte

Das Dorf Eicherscheid ist besonders bekannt durch seine einzigartigen Flurhecken; die teilweise jahrhundertealten Rotbuchenhecken geben der Landschaft ringsum ein charakteristisches Bild. Der Flurheckenweg, der vor elf Jahren offiziell eingerichtet und sorgsam beschildert wurde, hat schon ungezählte Wanderer, Naturfreunde und Familien begeistert. Er führt zum Teil durch den Ort, aber auch durch die erlebenswerte Heckenlandschaft und zu lohnenden Aussichtspunkten wie beispielsweise dem Eifelblick „Worbelescheed“ auf 530 m Höhe.

Damit man die Ausflüge genießen und eine wohltuende Rast machen kann, sorgen auch hier überzeugte Naturliebhaber für gut lesbare Schilder, frei begehbare Wege und saubere Sitzgruppen. Herbert Franzen und Gerd Küpper (der erste und der zweite Vorsitzende der Eifelvereins-Ortsgruppe) sind beispielsweise ungezählte Stunden unterwegs mit dem Freischneider und der Heckenschere, weil die Pflege ihres schmucken Dorfes und der Umgebung ihnen am Herzen liegt.

Herbert Franzen (li.) und Gerd Küpper sind rund um Eicherscheid in unermüdlichem Einsatz. Foto: Anneliese Lauscher

Der Wald wird gefegt

Wenn Familien und Wanderfreunde von wunderbaren Naturerlebnissen im reizvollen Wanderrevier rund um Simmerath schwärmen, dann wird das auch daran liegen, dass ihnen hier gute Hinweisschilder, gepflegte Wege und einladende Sitzgruppen zur Verfügung stehen. Und dahinter verbirgt sich viel ehrenamtliche Arbeit.

Stellvertretend für eine Reihe von engagierten Menschen, die ohne viel Aufhebens draußen nach dem Rechten sehen, stellen wir die Wegewarte der Eifelvereinsortsgruppe Simmerath vor: Detlef Kristahn, Hubert Breuer und Herbert Wilden. „Es ist erstaunlich, wie immer wieder Wanderzeichen verschwinden“, hat Hubert Breuer festgestellt, „und manchmal sind alte Schilder verwittert und nicht mehr lesbar.“ In so einem Fall zieht er los und bringt neue an, damit sich kein Wanderer unsicher fühlt oder gar verläuft.

Herbert Wilden stutzt überhängende Zweige, Brombeerranken und Brennnesseln mit dem Freischneider, eigentlich haben die Beiden immer eine Schere dabei. „Man muss darauf hingewiesen werden, wenn irgendwo etwas stört“, sagt Herbert Wilden, „an dem schmalen Pfädchen des Westwallwegs, das nahe am Wasser liegt, wächst das Gras beispielsweise schnell wieder nach, da müssen wir mehrmals hin.“ Wenn man die Männer nach ihrer Motivation fragt, sagen sie: „Wir machen es gern, wir sind gern draußen.“

Dieser Beitrag ist auch im So simmer-Magazin Ausgabe 02/2026 erschienen.

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