Einfach spielen – Gut aufwachsen in Simmerath

Besuch im Familienzentrum Simmerath „Die Sonnenblume“. Gespräch mit Frau Krott, die vertretungsweise mit der Leitung beauftragt ist. Was ist das Besondere daran, in Simmerath groß zu werden? In unserem Gespräch finden wir viele gute Gründe, warum Kindsein in Simmerath einfach gut ist.

Über das Familienzentrum Simmerath

Das Familienzentrum Simmerath in der Trägerschaft der StädteRegion Aachen ist eine Kindertagesstätte mit Plätzen für Kinder mit und ohne erhöhten Förderbedarf im Alter ab vier Monaten bis zum Schuleintritt. Es befindet sich in zwei Kindergartengebäuden, im „Eichenweg“ und „Im Römbchen“. An den Standorten befinden sich derzeit jeweils zwei Gruppen. Derzeit insgesamt 78 Kinder und 16 Mitarbeiterinnen.
Die KiTa Sonnenblume ist Schwerpunktkita und Kompetenzzentrum für Inklusion.

Was ist denn das Besondere daran, in Simmerath aufzuwachsen?

„Die Kinder haben ausreichend Platz, sich zu entwickeln. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern einen Rahmen zu geben und in diesem die Entwicklungsmöglichkeiten noch vielfältiger mit den Kindern gemeinsam zu gestalten. Ich finde, dass ist das, was uns auszeichnet. Gemeinsam mit den Kindern, Eltern, Team und Träger schauen wir, was wir alle zum Wohle der Kinder beitragen können!“

Foto (Brigitte Jansen): Frau Krott, stellvertretende Leitung der Kita Sonnenblume

„Besonders ist unser Standort hier. Wir liegen mit unseren Einrichtungen etwas außerhalb, nicht ganz zentral im Ortskern aber zentral genug, um auf kurzen Wegen kleine Exkursionen mit den Kindern zu unternehmen, zum Beispiel ein Besuch beim Bürgermeister, im Krankenhaus oder der Wäscherei.  Zudem haben wir die Möglichkeit schnell in im Grünen zu sein. Wir bieten viele Außentage an, auch bei Wind und Wetter. Es geht dann Richtung Kalltal oder Höckerlinie. Die Kinder genießen das sehr!  

Eingangstafel
wegweisende Beschilderung

Tägliche Herausforderungen sind sicher auch, dass wir Kinder haben, die muttersprachlich anders aufwachsen und deutsch als Zweitspracheerwerb haben oder aus sozial schwächeren Familien kommen. Da ist es spannend zu sehen, wie es für jedes Kind passend und stimmig werden kann und wir hier alle glücklich werden können. In der regelmäßigen Zusammenkunft, unserer Kinderkonferenz, können Kinder sagen was sie brauchen und wie sie sich den Tagesablauf wünschen. Beschwerdemanagement ist auch ein wichtiger Punkt. Wenn sich ein Kind etwas Anderes wünscht, dann wird darüber gesprochen und gegebenenfalls auch abgestimmt. Es ist gerade dieser demokratische Aspekt in unserer Arbeit, der uns sehr wichtig ist.“

Lern- und Bildungsbereiche
Treppenstufen mit fortlaufenden Zahlen
Kinder auf den Wänden verewigt
Spielbereich im Foyer

Gesetzliche Vorgabe im Kinderbildungsgesetz und Ihre Marschrichtung ist Partizipation: Teilhabe, das Mitwirken, das Demokratische! Was bedeutet das für Ihre Arbeit?

„Ganz großes Thema ist bei uns die partizipative Arbeit mit den Kindern und Raumgestaltung. Die Kinder sollen freier entscheiden, was sie brauchen. Und das nicht nur in der Tagesplanung, sondern auch in der Raumgestaltung. Hier erleben sich die Kinder selbstwirksam und bekommen Handwerkszeug, welches ihre sozialen Kompetenzen unterstützt.

Hierzu bedarf es ein Team, das ein sicheres Fundament bildet. Vielfältige Professionen, die Altersspanne und  berufliche Erfahrungen sind spannende Voraussetzungen, die zu regen Austauschen führen. Unterschiedliche Normen und Wertevorstellungen versuchen wir als positive Ressource zu sehen, von der wir alle profitieren können.

Für unser Team nehme ich mir gerne Zeit, gute Kommunikation ist elementar wichtig. Jede meiner Kolleginnen sollte sich richtig und wichtig an ihrem Platz in unserem Team fühlen!“

Sie möchten sich mit Ihren Kolleginnen und den Kindern auf den Weg machen. Was bedeutet das für Ihre Arbeit?

„Das Berufsbild der Erzieherin ist für Außenstehende häufig noch klischeehaft besetzt. Die Erzieherin beaufsichtigt Kinder und sitzt klassisch mit der Kaffeetasse auf dem Spielplatz. Unser Bildungsauftrag hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert, der Verwaltungsapparat KiTa wächst stetig und auch der demografische Wandel trägt seinen Teil dazu bei.

Was uns aber wichtig ist: Das Gemeinsame! Sich mit den Kindern und Eltern gemeinsam auf den Weg zu machen, wie können wir das Kind in seinem Handeln und Tun begleiten, damit es positiv gestärkt nächste Entwicklungsschritte unternehmen kann.

Der schönste Spruch, den ein Kind sagt, wenn es nach Hause geht ist „och, ich will noch nicht nach Hause!“.  Oder wenn es morgens mit einem Lächeln in die Kita kommt. Dann weiß ich „ja, wir haben alles richtiggemacht!“ Das Funkeln in den Augen der Kinder sehen: Ein besseres Zeugnis für unsere Arbeit kann ich mir gar nicht vorstellen!

Für Aufnahmegespräche von neuen Kindern ist mir wichtig, dass die Eltern nicht nur die Kolleginnen und die Gruppen kennenlernen, ab wann wo mein Kind gut versorgt ist, sondern dass wir ins Gespräch kommen und auch stets ein offenes Ohr füreinander haben. Wir befinden uns in einem Prozess, wir bewegen uns immer jeden Tag ein Stück weiter und wir sind nie fertig! Und: Wir bemühen uns, die Kinder dort abzuholen, wo sie gerade stehen.

Die Nachfrage nach KiTa-Plätzen ist eindeutig größer als das Platzangebot. Wenn das neue Baugebiet „Meisenbruch“ in Simmerath entstehen wird, ist dort ein Kindergartenneubau geplant, in dem wir dann mit insgesamt 5 Gruppen einziehen können. Darauf freuen wir uns!“

Kinder haben hier die Möglichkeit, sich gut zu entwickeln. Denn hier kann ein Kind einfach Kind sein!

EIndrücke aus der KiTa Sonnenblume

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